Die häufigsten Fehler beim Kauf von Saisonartikeln in Boutiquen – und wie man sie vermeidet.
Einleitung: Saisonalität als Chance oder kostspielige Falle
Das saisonale Shopping ist für jedes Boutique-Geschäft – sowohl online als auch im stationären Handel – eine der kritischsten Phasen. In dieser Zeit werden Entscheidungen getroffen, die den Umsatz der nächsten drei bis sechs Monate beeinflussen.
Wie Analysen der Harvard Business Review verdeutlichen, sind die größten Verluste im Einzelhandel nicht auf mangelnde Nachfrage, sondern auf fehlerhafte Bestandsplanung und Saisonalität zurückzuführen:
https://hbr.org/2016/11/a-better-way-to-predict-demand
Für Boutiquen bedeutet das eines:
Eine Saison gewinnt man nicht durch Quantität, sondern durch Planung.
Fehler 1: Die Saison „nach Gefühl“ auswählen
Viele Boutique-Besitzer richten ihre saisonalen Einkäufe nach folgenden Kriterien:
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Erfahrungen aus den Vorjahren
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Intuition,
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Momentane Trends aus den sozialen Medien.
Das Problem besteht darin, dass sich der Modemarkt schneller verändert als je zuvor. Laut einer Analyse des Economist macht der sich verkürzende Trendzyklus intuitive Entscheidungen zunehmend riskant.
https://www.economist.com/business/2019/10/10/fashion-is-becoming-more-sustainable-but-not-fast-enough
Lösung:
Saisonale Planung basierend auf:
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Verkaufsdaten,
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Produktrotation
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Wiederholbarkeit von Bestsellern.
Fehler 2: zu breites saisonales Sortiment
Der Wunsch, es „allen recht zu machen“, führt oft zu Folgendem:
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übermäßige Anzahl von Modellen
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geringe Fluktuation
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Chaos in der Markenkommunikation.
Laut Berichten der Financial Times führt eine zu große Auswahl zu geringeren Konversionsraten und einem höheren Risiko unverkaufter Lagerbestände:
https://www.ft.com/content/6b7d8c7c-3f5e-11ea-b232-000f4477fbca
Lösung:
Weniger Modelle, aber:
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stilistisch einheitlich
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einfach zu stylen,
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zugeschnitten auf das Kundenprofil der Boutique.
Fehler 3: Kein Nachschubplan für Bestseller
Einer der häufigsten und kostspieligsten Fehler ist:
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Das beste Modell ist ausverkauft,
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Eine erneute Bestellung ist nicht möglich.
Dies bedeutet nicht nur Umsatzeinbußen, sondern auch Frustration bei den Kunden.
Wie Untersuchungen der Harvard Business Review zeigen, ist die Verfügbarkeit von Bestsellern entscheidend für die Wahrnehmung einer Marke als „selbstbewusst und professionell“:
https://hbr.org/2018/03/how-retailers-can-keep-products-in-stock-without-overstocking
Lösung:
Arbeiten Sie mit einem Lieferanten zusammen, der:
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gewährleistet die Kontinuität des Modells,
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plant saisonale Produktion,
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ermöglicht schnelles Nachfüllen.
Fehler 4: Zu früh oder zu spät kaufen
Saisonales Einkaufen erfordert präzises Timing .
Zu frühes Einkaufen bedeutet:
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eingefrorenes Kapital
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Risiko sich ändernder Trends.
Zu spät:
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Warenknappheit
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Umsatzrückgang auf dem Höhepunkt.
Laut Analysen des Modemarktes, die vom Economist veröffentlicht wurden, bestimmt der optimale Zeitpunkt für die Einführung einer Kollektion bis zu 20–30 % des Saisonergebnisses:
https://www.economist.com/business/2018/09/29/why-fashion-retailers-are-struggling
Fehler 5: Unterschiede zwischen Vertriebskanälen ignorieren
Boutiquen, die sowohl online als auch im Geschäft verkaufen, machen oft den Fehler, die Saisonalität in beiden Kanälen gleich zu behandeln.
In der Zwischenzeit:
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Online reagiert schneller auf Trends.
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Ein stationäres Geschäft braucht Stabilität und Vorhersehbarkeit.
Das Fehlen dieses Unterschieds führt zu Folgendem:
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ungleiche Versorgungslage,
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Preiskonflikte
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operatives Chaos.
Wie lassen sich saisonale Einkäufe strategischer planen?
Eine effektive Saisonplanung umfasst:
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Analyse von Daten aus früheren Saisons,
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Identifizierung von Modellen mit der höchsten Fluktuation
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Zusammenarbeit mit dem Lieferanten auf Planungsebene, nicht nur auf Beschaffungsebene.
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Die Anzahl der Artikelnummern wird zugunsten einheitlicher Kollektionen begrenzt.
In seinem Buch „Good to Great“ betont Jim Collins, dass erfolgreiche Unternehmen Chaos durch Disziplin beseitigen .
Die Rolle des Lieferanten bei der Planung einer sicheren Saison
Eine Boutique kann die oben genannten Fehler nur vermeiden, wenn ihr Lieferant:
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versteht die Saisonalität,
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bietet Kollektionen anstelle von Einzelprodukten an.
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ermöglicht es Ihnen, Bestseller wieder aufzufüllen.
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funktioniert in einem langfristigen Modell.
LaBalancia unterstützt Boutiquen bei der Saisonplanung durch:
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vorhersehbare Sammlungen
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ästhetische Konsistenz,
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Qualitätsstabilität
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die Möglichkeit, ein Angebot über einen längeren Zeitraum hinweg aufzubauen, nicht nur einmal.
Zusammenfassung: Die Saison ist schon vor ihrem Beginn gewonnen.
Größte saisonale Fehler:
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sind nicht sofort sichtbar
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Sie werden erst in der Mitte oder am Ende der Saison deutlich.
Das ist der Grund:
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Vorausplanung
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Zusammenarbeit mit dem richtigen Lieferanten
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Einkaufsdisziplin
sind entscheidend für die Rentabilität der Boutique.
Was kommt als Nächstes in der Serie?
Im nächsten Artikel werden wir uns folgendem Thema zuwenden:
Warum eine nachhaltige, langfristige Zusammenarbeit mit Lieferanten zur Notwendigkeit und nicht zur Wahl wird.