Einleitung: Warum die erste Saison die Zukunft der Boutique bestimmt
Die Eröffnung einer Boutique – ob online oder stationär – ist ein aufregender Moment, birgt aber auch das höchste Geschäftsrisiko . Gerade in dieser ersten Saison werden Entscheidungen getroffen, die Folgendes bestimmen:
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Finanzielle Liquidität,
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Entwicklungstempo
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Die Fähigkeit, die nächsten Monate zu überleben.
Wie Analysen der Harvard Business Review zeigen, scheitern junge Einzelhandelsunternehmen meist nicht an mangelnder Kundschaft, sondern an betrieblichen und Einkaufsfehlern, die ganz am Anfang begangen werden :
https://hbr.org/2015/01/why-startups-fail
Für neue Boutiquen bedeutet dies eines:
Die ersten Einkäufe sind kein Test – sie bilden das Fundament.
Fehler Nr. 1: Zu großer Bereich zu Beginn
Einer der häufigsten Fehler, den neue Boutiquen begehen, ist der Versuch, vom ersten Tag an „alles anbieten“ zu wollen. Das Ergebnis ist:
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eingefrorenes Kapital
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geringe Fluktuation
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Mangelnde Kontinuität des Angebots.
Laut einer von der Financial Times beschriebenen Analyse des Einzelhandelsmarktes erhöht eine übermäßige Anzahl von Artikelnummern (SKUs) in der Anfangsphase eines Unternehmens das finanzielle Risiko erheblich:
https://www.ft.com/content/8b0a1f0a-0c4e-11e9-a3aa-118c761d2745
Lösung:
Beginnen Sie mit einer überschaubaren, in sich geschlossenen Kollektion anstatt mit einer zufälligen Mischung von Produkten.
Fehler Nr. 2: Für sich selbst kaufen, nicht für den Kunden
Neue Boutique-Besitzer lassen sich oft von ihrem eigenen Geschmack leiten und vergessen dabei Folgendes:
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Die Boutique ist keine private Umkleidekabine.
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Der Zielkunde kann unterschiedliche Bedürfnisse und ein anderes Budget haben.
Wie The Economist anmerkt, hängt der Erfolg im Einzelhandel davon ab, das Angebot genau an die tatsächliche Nachfrage anzupassen , und nicht von den persönlichen Vorlieben des Inhabers:
https://www.economist.com/business/2014/05/10/retailing-in-the-digital-age
Fehler Nr. 3: Fehlende finanzielle Reserven für die Wiederauffüllung
Viele angehende Unternehmer investieren ihr gesamtes Budget in ihre erste Bestellung und haben daher keine Mittel mehr für Folgendes übrig:
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Auffüllung des Bestseller-Sortiments
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auf tatsächliche Verkäufe reagieren
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Sortimentsanpassungen.
Laut Harvard Business Review ist mangelnde finanzielle Flexibilität in den ersten Monaten nach der Gründung einer der Hauptgründe für ein Scheitern:
https://hbr.org/2018/07/how-much-cash-do-you-really-need
Fehler Nr. 4: Zufällige Lieferantenauswahl
Neue Boutiquen wählen oft einen Lieferanten aus:
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basierend auf dem Preis,
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basierend auf Fotos,
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ohne Überprüfung der Kontinuität der Zusammenarbeit.
Dies führt zu Folgendem:
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Qualitätsprobleme
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Keine Möglichkeit zur Neubestellung,
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Chaos in der Sammlung.
Wie eine Analyse der Financial Times zeigt, ist die Stabilität der Lieferanten für junge Einzelhandelsmarken von entscheidender Bedeutung:
https://www.ft.com/content/2d2d7c9c-1c4e-11ea-97df-cc63de1d73f4
Wie sollten die ersten Einkäufe in einer neuen Boutique aussehen?
Eine effektive Startup-Strategie umfasst:
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begrenzte Anzahl von Modellen
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stilistische Konsistenz
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Möglichkeit des schnellen Nachfüllens
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Zusammenarbeit mit einem langjährigen Lieferanten
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Saisonale Planung statt einmaliger Anschaffung.
In seinem Buch „The Lean Startup“ betont Eric Ries, dass junge Unternehmen ihr Geschäftsmodell mit minimalem Risiko und nicht mit maximalem Kapitaleinsatz testen sollten.
Die Rolle des Lieferanten bei einem sicheren Geschäftsstart
Für eine neue Boutique sollte ein Lieferant Folgendes beachten:
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eine beratende Rolle spielen
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bieten vorhersehbare Qualität
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den schrittweisen Aufbau einer Sammlung ermöglichen,
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Die Herausforderungen bei der Gründung eines Unternehmens verstehen.
LaBalancia unterstützt neue Boutiquen durch:
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Kollektionen, die als Ganzes konzipiert sind,
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die Fähigkeit, Aufträge zu skalieren,
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Stabilität der Modelle und Qualität,
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Ein partnerschaftlicher Ansatz statt eines rein transaktionsorientierten.
Dies ermöglicht es der neuen Boutique , kontrolliert und nicht chaotisch zu wachsen.
Die erste Saison als Investition, nicht als Test
Boutiquen, die die erste Saison strategisch angehen:
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Sie lernen den Markt schneller kennen.
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Kundenvertrauen aufbauen,
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Schnellere finanzielle Stabilität erreichen.
Wie Good to Great feststellt, ist dauerhafter Erfolg selten eine Frage des Zufalls – er ist das Ergebnis konsequenter Entscheidungen von Anfang an.
Zusammenfassung: Klugheit ist besser als Sparsamkeit.
Die größten Fehler neuer Boutiquen:
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zu breites Angebot
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fehlender Finanzplan
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Zufällige Lieferantenauswahl.
Bei den ersten Käufen sollte Folgendes beachtet werden:
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Risiko minimieren,
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Lernen maximieren
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eine Grundlage für die Entwicklung schaffen.
Was kommt als Nächstes?
Im letzten Artikel dieser Reihe werden wir die Frage beantworten:
Warum immer mehr Boutiquen LaBalancia als langfristigen Geschäftspartner und nicht nur als Lieferanten wählen.